Kurz erklärt
Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Umgang mit Forschungsdaten

  • Was sind Forschungsdaten?

    Forschungsdaten sind Daten, die im Verlauf eines wissenschaftlichen Arbeitsprozesses erzeugt und verarbeitet werden. Sie bilden die Grundlage von Forschungsergebnissen. Dabei kann es sich um sehr unterschiedliche Arten von Daten handeln, z.B. um Messergebnisse, Sekundäranalysen, Visualisierungen, Modelle oder die Resultate von Umfragen und Erhebungen. Ebenso vielfältig sind die möglichen Datei-Formate, um Zahlen, Text, Programmcode oder Grafik zu speichern. Mitunter werden sogar physische Proben wie Mineralien oder Gewebe als "Daten" definiert.

  • Warum sollten Forschungsdaten aufbewahrt werden?

    Es gehört zur guten wissenschaftlichen Praxis, zumindest die Forschungsdaten, die die Grundlage publizierter Arbeiten bilden, für mindestens zehn Jahre aufzubewahren. Wenn möglichst viele Daten darüber hinaus auch öffentlich zugänglich sind, können sie für weitere Projekte nachgenutzt werden. Außerdem können Forschungsergebnisse so leichter überprüft werden. Förderer und große internationale Zeitschriften verlangen daher in zunehmendem Maße, Forschungdaten nicht nur aufzubewahren, sondern zu veröffentlichen.

  • Worauf ist beim Datenmanagement zu achten?

    Bereits zu Beginn eines Projektes sollte der Umgang mit Daten gut durchdacht und in Form eines Datenmanagementplans schriftlich festgehalten werden. Wichte Punkte sind beispielsweise die Dateiverwaltung und -dokumentation, Speicherkapazitäten, Sicherheitsaspekte, und Backup-Strategien. Wenn Sie im Verlauf eines längeren Projektes Daten bearbeiten und analysieren, wird sich die vorausschauende Planung auszahlen. Bei der Datenpublikation ist darauf zu achten, dass eine eindeutige Identifizierung der Datensätze und somit ihre Zitierbarkeit sichergestellt ist, z.B. mithilfe eines "Digital Object Identifiers" (DOI). Eine Vorlage für einen Datenmanagementplan finden Sie unter Materialien.

  • Wo bekomme ich Unterstützung und Beratung?

    Mit allen Fragen rund um das Forschungsdatenmanagement können Sie sich jederzeit an forschungsdaten(at)uni-hannover.de oder direkt an ein Mitglied unseres Service-Teams richten. Unter Materialien finden Sie LUH-eigene Anleitungen, Merkblätter und weitere Info-Materialien sowie Links zu nützlichen externen Seiten.

  • Welche Angaben zum Forschungsdatenmanagement gehören in meinen Förderantrag?

    In welchem Umfang Sie Angaben zum Umgang mit Forschungsdaten machen müssen, hängt von der jeweiligen Ausschreibung, Ihrem Fach und der Art der in Ihrem Projekt erhobenen Daten ab. In jedem Fall sollten Sie darlegen, wie Sie Ihre Daten gemäß der guten wissenschaftlichen Praxis für mindestens zehn Jahre aufbewahren (Empfehlung 7). In der Regel erwartet der Förderer auch, dass Sie Ihre Forschungsdaten nach Projektabschluss öffentlich zur Verfügung stellen, sofern dem keine rechtlichen Gründe (Datenschutz, Patentrecht, vertragliche Vereinbarungen mit Industriepartnern, etc.) entgegenstehen. Das wiederum setzt eine angemessene Aufbereitung voraus. Wenn Sie Beratung wünschen, steht Ihnen der Referent für Forschungsdatenmanagement im Dezernat für Forschung und Technologietransfer (Dez. 4), Dr. Volker Soßna, gerne zur Verfügung. Für DFG-Anträge lohnt sich außerdem ein Blick in die Publikation Forschungsdatenmanagement in DFG-Anträgen: Was kann, was soll, was muss beschrieben werden?